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Das neue Jahr hat Fahrt aufgenommen, für die Helfer vor Ort (HVO) der BRK-Bereitschaft Neustadt war freilich auch über die vielen Feiertage keinerlei Ruhephase zu erkennen. „Wir sind an 365 Tagen im Jahr im Einsatz“, bekräftigt der stellvertretende Bereitschaftsleiter Michael Stelzner, der kürzlich das vergangene Jahr Revue passieren ließ. 592 Mal rückte der HVO aus, „was einen absoluten Rekord an Einsatzfahrten in all den Jahren bedeutet“. Und das, obwohl die Einsatzkriterien für den HVO Standort Neustadt schon höher angesetzt worden seien. „Der HVO wird jetzt nicht mehr sofort alarmiert, wenn bei einem Notfall medizinisches Fachpersonal vor Ort ist, zum Beispiel wie in Altenheimen. Dorthin fahren wir dann nur noch, wenn es sich um akut lebensbedrohliche Notfälle handelt.“ . Dies mache für den HVO rund 30 Einsätze im Jahr weniger aus, erklärt Stelzner. Es wären also dann noch viel mehr Einsätze gewesen. „Zum Vergleich: im Jahr 2017 war der HVO 428 Mal im Einsatz, 2015 waren es 516“, ergänzt Stelzner.

Mit fast 5000 Einsätzen in zwei Jahrzehnten seit Bestehen im Jahr 1998 wartet der HVO mit einer beeindruckenden Bilanz auf. „Und das wurde alles ehrenamtlich gestemmt“, unterstreicht Bereitschaftsleiter Benjamin Curth. Laut Statistik waren die meisten Einsätze Freitag in der Mittagsstunde. Und im Gegensatz zu den letzten Jahren hatten die meisten Einsätze mit Verletzungen nach Stürzen oder Unfällen zu tun. Nicht wie in den letzten Jahren mit internistischen Notfällen.

2018 erhielt die Bereitschaft Neustadt ein weiteres Fahrzeug, das zwar als Einsatzleitfahrzeug gedacht ist, aber auch sehr oft als zweites HVO-Fahrzeug unterwegs ist. „Aktuell versehen 15 hoch motivierte Einsatzkräfte diesen Dienst. Rund um die Uhr und 365 Tage im Jahr. Darauf sind wir besonders stolz, da die Vorgabe des Innenministeriums nur ist, dass ein HVO Standort nur nachts und am Wochenende besetzt sein muss“, lobt Curth seine Mitstreiter. Zum HVO kommen ergänzend 14 weitere Helfer, die bei größeren Schadensereignissen mit Rettungswagen oder als Schnelleinsatzgruppe eingesetzt werden können. Curth, Stelzner und ihre Mitstreiter stellen aber auch eines klar: „Wir sind keine Konkurrenz zu den Rettungsdiensten, sondern sehen uns vielmehr als wichtige Ergänzung, um keine wertvolle Zeit verstreichen zu lassen. Oft geht es um Sekunden, um ein Menschenleben zu retten.“ Für das Jahr 2019 habe man sich vorgenommen, ein ganz besonderes Ausbildungsprogramm anzubieten, um sie so weiter zu motivieren. Hierzu werde man auch Firmen und Trainer einladen, blicken Curth und Stelzner nach vorne. Unterstützt wird die Bereitschaft hierzu vom „Förderverein Helfer vor Ort“.

Möglichem Nachwuchs nehmen beide die Angst: „Wir schmeißen niemanden ins kalte Wasser, sondern die HVO werden bestens ausgebildet.“ Denn auch die Einsatzfahrten mit Blaulicht und Martinshorn sind nicht ganz ohne.

Bericht: NP Coburg – P. Tischer

Foto: P. Tischer